Dienstag, 8. November 2016

Gegen den Buchhunger: Der Leseherbst 2016


Mit „offiziellem“, heißt kalendarischem Herbstbeginn Ende September und den kürzer werdenden Tagen beginnt für viele die eigentliche, besonders intensive Lesephase eines Jahres. Hüllten sich die sonnenverwöhnten Wochen und Monate zuvor noch in dicke Schwaden dunklen Grillrauchs und den Dunst literarischer Trägheit, kehrt nun, ganz plötzlich die Lust am Lesen zurück. Sie erwischt uns meist kalt, völlig unerwartet, klatscht auf uns herunter wie der erste Herbstschauer, durch den wir uns völlig nichtsahnend und unvorbereitet, ohne Regenschirm und in völlig durchnässten Chucks bis nach Hause kämpfen. Ignorieren lässt sich dieses Bedürfnis kaum. Denn Buchhunger ist hartnäckig. Er mag sich zwar zunächst noch mit einigen Bänden vom Stapel bislang ungelesener Bücher stillen lassen, doch was, wenn das neu erwachte Verlangen nach Geschriebenem den angelegten Vorrat übersteigt? Oder sich einfach nichts im Regal finden lässt, das unser Interesse wecken kann? 

Montag, 1. Februar 2016

"just another manic monday" - von Montags-Mindmaps und perfekten Posts





Auch wenn ich liebend gerne viel schreibe und meine Blogposts in der Regel deutlich mehr als ein paar hundert Zeichen beinhalten: Heute wird nicht philosophiert, rhabarbert und um den heißen Brei herumgeredet. Stattdessen gibt es nur ein kleines Mindmap zum Stichwort "Montag" und ein dickes Bündel lieber Grüße und Wünsche von mir.

Einen schönen, möglichst entspannten Start in den Februar und erfolgreiche Arbeitstage! 
Allen Studis drücke ich die Daumen für die nun anstehenden Klausuren und Hausarbeiten in diesem, sich dem Ende entgegen neigenden Wintersemester! Jede Menge Ausdauer für euren Lern- und/oder Schreibmarathon!



Nachtrag vom 07. und 12. Februar:

Nein, das ist doof!
Ich mag diesen Post nicht so kurz und plump und wenigsagend belassen.
Ja, da kommt das trotzige, verrotzte Kleinkind in mir zum Vorschein, das wütend auf den Boden stampft, während es einen Schmollmund zieht und die klebrigen, speckigen Fäustchen ballt. Ich bin unzufrieden. Vor allem mit mir selbst. Weil ich meine eigenen Ansprüche nicht erfülle.
Ich kann das so nicht. Stampf! Ich mag es so aber auch gar nicht können. Ist nicht mein Stil. Stampf!
Ich schreibe nunmal gerne – Stampf! – und am liebsten viel.

Mein Blog ist eine Spielwiese: Ein Ort, an dem ich mich austoben kann. Ein Plätzchen, an dem ich mich verschiedenen Dingen, Tatsachen, Fragen widme, diesen auch mal etwas länger nachgehe, mich an ihnen ausprobiere und sie sehr ausführlich betrachte und schildere. Mein Blog bietet mir einen Raum, an dem ich ganz nach Belieben, bis in alle Ewigkeit vor mich hin brabbeln darf – oder eben auch mal schweige, wenn mir danach ist. Hier teile ich mich auf meine ganz eigene Art und Weise mit. Schriftlich, bildlich – visuell wahrnehmbar.


Montag, 4. Januar 2016

Neues Jahr, neues Leben?


Mit dem Ende eines jeden Jahres häufen sich die guten Vorsätze für die kommenden, unberührt vor uns liegenden 365 (bzw. 366) Tage. Ganz nach der Prämisse: Neues Jahr gleich neues Leben. Aber was treibt uns eigentlich dazu, mit dem näherrückenden 1. Januar unser Dasein von Grund auf in Frage zu stellen? Warum nehmen wir uns eigentlich immer wieder vor, genau zu diesem Zeitpunkt unseren Alltag umzukrempeln, alte Gewohnheiten und unangenehme Laster aufzugeben, effektiver zu arbeiten, netter zu sein, besser auszusehen und reibungsloser zu funktionieren – kurzum ein besserer Mensch zu werden? Denn theoretisch kann doch jeder einzelne Tag – wo auch immer er sich im Jahresrhythmus befindet – den Neubeginn im Leben eines Menschen markieren. Warum also messen wir einem völlig unberührten bzw. noch kaum gelebten Jahr eine so große, alles verändernde Bedeutung zu?